Krankheitsgeschichte

Schleichende Symptome

Das erste mal bemerkbar gemacht hat sich meine Krankheit im Jahr 2012 in der Schule. Ich war zu dieser Zeit in der 10. Klasse eines Gymnasiums und meine Leistungen waren sehr gut, sodass ich plante in jedem Fall das Abitur zu machen und zu studieren.

Während einer Klausur hatte ich das Gefühl, dass eine Schülerin, die hinter mir saß, mit einem anderen Schüler negativ über mich redete, obwohl es nicht der Fall war. Ich hörte sie sagen: „Guck mal, wie sie ihren Stift hält“. Dann, als ich ca. 16 Jahre alt war, traten Schlafstörungen auf und mein psychisches Befinden verschlechterte sich. Aufgrund dessen begann ich, nicht mehr regelmäßig zur Schule zu gehen, wodurch ich sehr viel Stoff verpasst habe. Dadurch verschlechterten sich meine Noten und ich bekam so gerade eben noch den Realschulabschluss. Allerdings einen sehr schlechten.

Zu diesem Zeitpunkt lebte ich noch mit meinen Eltern zusammen in einer Wohnung. Dass meine Eltern beide schizophren sind, machte die Situation nicht leichter. Ich fing an, überhaupt nicht mehr zur Schule zu gehen, sondern nur noch im Bett zu liegen. Meine Schwester beschloss dann, mich in eine Jugendeinrichtung zu geben, weil eine Ortsveränderung vielleicht helfen könne. Damals wussten wir noch nicht, was tatsächlich meinen Zustand verursachte.

Fortan lebte ich dann in einer WG dieser Jugendeinrichtung. Mit mir lebten auch noch zwei Weitere Personen in der WG: Zum einen ein Sozialarbeiter namens Julius und eine Frau namens Marie. In der WG hatte ich in der Küche ein Fach, wo ich meine Lebensmittel verstauen konnte. Dort befand sich eine Nuss-Nougatcreme, aber nicht von der Marke Nutella. Eines Tages kam ein Freund von Julius in die WG und sie setzten sich in die Küche. Da glaubte ich, dass der Freund von Julius darüber lästert, dass ich nicht das originale Nutella in meinem Fach habe. Ich hörte ihn sagen: „Sie hat ja noch nicht einmal richtiges Nutella.“ Des Weiteren gab es eine Betreuerin, die für mich zuständig war. Sie hieß Katrin und lebte mit ihrem Mann und ihren zwei Kinder in dem Haus der Jugendeinrichtung, wo auch ich lebte. Die Finanzierung dieser Jugendeinrichtung erfolgte vom Jugendamt. Besser wurde es dort allerdings auch nicht.

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