Symptome

Traum oder Realität?

Träume. Ein Begriff, der für jeden geläufig ist. Mal hat man einen schrecklichen Alptraum und manchmal träumt man sich in eine wunderbare, fantasievolle Welt hinein. Seit Beginn meiner Krankheit erlebe ich jedoch eine Art zu Träumen, wie ich es mir nie hätte vorstellen können.

Angefangen hat es damit, dass ich eines Morgens so gegen 7:00 Uhr aufgewacht war und dann versuchen wollte, wieder einzuschlafen. Plötzlich bemerkte ich, dass ich meine Arme und Beine nicht mehr bewegen konnte. Ich hatte einfach kein Gefühl mehr in ihnen. Es fühlte sich so an, als wäre mein ganzer Körper wie gelähmt. Ich war völlig außer mir, weil ich nicht wusste, was gerade mit mir passiert. Denn so etwas derartiges hatte ich in meinem ganzem Leben noch nie erlebt.  Als ich dann krampfhaft versuchte, mich irgendwie zu bewegen, bemerkte ich, wie sich meine Augen schlossen und ich mich mit einem Mal tief in meinem Inneren befand. Ich hatte das Gefühl, dass ich in einen komaartigen Zustand gefallen bin. Mein Bezug zur Außenwelt war vollkommen  abgeschottet. Ständig versuchte ich, meine Augen zu öffnen – aber vergeblich. Ich war in meinem eigenen Körper gefangen und wusste gar nicht wie mir geschah. Dann fand ich mich innerlich in einem Raum mit braunen Wänden wieder. Unmittelbar danach hörte ich eine Stimme, die merkwürdige unlogische Laute von sich gab. Ich hörte diese Stimme so klar und deutlich, als würde ich sie von Außen durch meine Ohren hören. Auch das Dasein in dem Raum mit brauen Wände war für mich, als würde ich wirklich in diesem Raum stehen.Das alles war für mich einfach so realistisch, dass ich gar nicht begreifen konnte, dass sich das Ganze nur in meinem Kopf abspielt. Ich bekam Angst, weil es für mich ungewiss war, ob ich wieder in die Realität zurückkehren würde oder ob ich womöglich nicht mehr aufwachen und immer in diesem Zustand bleiben würde. Doch zu meiner Erleichterung öffneten sich meine Augen und ich bekam wieder Gefühl in meinen Armen und Beinen. Dieses Gefühl, sich wieder bewegen zu können und wieder in der Realität zu sein, war für mich unbeschreiblich. Doch konnte ich immer noch nicht verstehen, was da in meinem Körper passiert ist.

Seit diesem Vorfall ist es so, dass ich immer, wenn ich morgens aufwache, und dann versuche nochmal einzuschlafen, realistische Träume habe. Das bedeutet: Ich höre, sehe und fühle in diesen Träumen fast genauso wie im richtigen Leben. Allerdings kann ich meine Arme und Beine vor dem Traum wieder ganz normal bewegen. Warum es beim ersten Mal anders gewesen ist, weiß ich nicht. Ich kann auch nicht genau sagen, wieviel Bewusstsein ich in diesen Träumen habe. In einigen Fällen fühlt es sich so an, als könnte ich bewusst im Traum agieren, in anderen Fällen wiederum nicht. Außerdem ist es so, dass ich mich in einigen dieser realistischen Träume besser fühle und weniger Symptome spüre als in der Realität.

Bei diesen Träumn unterscheide ich zwischen positiven und negativen Träumen. Hier ist ein Beispiel für einen positiven Traum: Ich sah eine Stadt bei Nacht mit ganz vielen Wolkenkratzern, deren Fenster bunt leuchteten. Es fühlte sich so an, als würde ich über diese Stadt hinwegfliegen. Dabei sah ich die Hochhäuser und die bunt leuchtenden Fenster so detailliert und deutlich, als würde ich sie mit geöffneten Augen sehen. Ich war sehr beeindruckt davon, denn es war ein schöner Anblick.

In einem negativen Traum war es einmal so, dass ich eine Stimme hörte, die sehr laut war und nicht zusammenhängende Sätze von sich gab. Die Klangfarbe dieser Stimme war sehr hässlich und daher war es für mich unangenehm, diese Stimme zu hören und ich wollte augenblicklich aus diesem Traum aufwachen.

Einmal war einer meiner Träume so realistisch, dass ich glaubte, ich befinde mich in der Realität und nicht im Traum. Als ich dann aber bemerkte, dass ich gerade träume, habe ich mich so erschrocken und konnte das gar nicht richtig fassen. Ich kann also teilweise gar nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden, weil beides so nah beieinander liegt. Ein anderes Mal war es in einem Traum so, dass ich vor mir einen Zettel sah, auf dem etwas geschrieben war. Auf dem Zettel stand einen Idee für die Umsetzung eines Werbespots für ein Appleprodukt. Wahrscheinlich deswegen, weil ich Appleprodukte sehr mag.

Da ich gelegentlich diese realistischen Träume habe, kommt mir die wirkliche Realität sehr oft unrealistisch vor. Oftmals fühle ich mich dann so als wäre ich in einem Traum obwohl ich eigenlich in der Realität bin.

2 Gedanken zu „Traum oder Realität?“

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